MEN’S GILLETTE STORY · Deutsche Ausgabe · THE LEGACY
DAS NICHTS, DAS ICH BRAUCHTE
VOL. II · WAS BLEIBT
Meine Frau Elisabetta fuhr mit unserer Tochter Giorgia, ihrem Bruder und dessen Frau in den Urlaub nach Sizilien und ließ mich allein zurück mit dem Hund und fünfzig Euro für zusätzliche Ausgaben, mit der klaren Anweisung, das Haus solle bei ihrer Rückkehr besser keinem Katastrophengebiet gleichen. Jeden Tag riefen sie an, vor allem in Sorge um den Hund — ob er gefressen habe, ob er ausgeführt worden sei, ob er Gesellschaft gefunden habe. Ich schlug vor, sie sollten ihn einfach direkt anrufen. Was mich betraf, stellte meine Frau jeden Tag nur eine einzige ruhige Frage: Hast du gegessen? Ja, mein Schatz. Ahahahahahahahahah.
Als sie nach Hause kamen, über alle Maßen neugierig, fanden sie das Haus blitzsauber, die Küche makellos — so überrascht, dass sie wieder nach draußen traten und sich fragten, ob sie in die falsche Wohnung geraten seien. Meine Schwägerin, Tochter eines hohen Carabinieri-Offiziers, nahm den Schauplatz in Augenschein und gratulierte mir, während sie infrage stellte, wie so etwas möglich sei. Dann, gerade als sie dachten, die Spezialeffekte seien vorbei, zog ich die fünfzig Euro hervor, unangetastet, bereit zur Rückgabe.
Ihre Blicke führten ein ganzes Gespräch, ohne ein einziges Wort. Hast du denn nicht gegessen? Doch, danke — mindestens dreimal am Tag. Aber ich wusste, dass ich nichts anderes brauchte. Das Nichts genügte mir zum Leben. Es war alles, was ich brauchte. Ich lächelte und ging allein spazieren, denn Erfolg sollte man niemals teilen. Es ist wie Eis — jeder erkennt den Geschmack auf seinem eigenen Gaumen, auch wenn es für alle derselbe Geschmack ist.
Ferdinando Frega
Gillette Man ⚔️
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